UPDATE: Comic-Salon Erlangen 2014: Die Festival-App

Veröffentlicht: Samstag, 21. Juni 2014

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In diesem Jahr wird der Internationale Comic-Salon Erlangen zum ersten Mal eine Festival-App »in Echtzeit« anbieten, mit der Besucher und Nutzer allgemein die Veranstaltungen während des Salons begleiten können. CRON klärt auf, welchen Nutzen die User von dieser Errungenschaft auf dem neuesten technischen Stand haben werden.

Flensburger Hochschule entwickeltgermany48
Festival-App zum Comic-Salon

In Zeiten ständiger Erreichbarkeit und der Möglichkeit, Informationen und Neuigkeiten innerhalb von Sekundenbruchteilen über die ganze Welt zu verteilen, darf auch ein junges und vor allem für junge Menschen attraktives Medium wie der Comic nicht zurückstecken. Das gilt sowohl für die Umsetzung und Verteilung von Primär- und Sekundärinhalten, aber ebenso für eine zeitgemäße Berichterstattung von Festivals oder anderen Events.
Aufgrund der Vermittlung von CRON zwischen dem Internationalen Comic-Salon Erlangen und Uwe Zimmermann, Diplom-Designer und Dozent im Studiengang Medieninformatik an der Fachhochschule Flensburg, hat der Besucher des diesjährigen Festivals erstmals Gelegenheit, den Salon-Betrieb so aktuell wie nie und »in Echtzeit« mit sich herumzutragen – als kostenlose App auf seinem Smartphone oder seinem Tablet. Wir sprachen mit Uwe Zimmermann über Sinn und Nutzen dieser technischen Revolution für den Comic-Salon.

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Welchen Nutzen haben die User der Festival-App zum Comic-Salon Erlangen 2014?
Der User hat die Möglichkeit, das Programm, die Signierstunden, alle Ausstellungen und Aussteller auf der App anzuschauen und die jeweiligen Detailinformationen dazu durchzulesen. Dies allein ist zwar kein Mehrwert im Gegensatz zum gedruckten Programmheft, doch die App ist als eine digitale Ergänzung dazu gedacht. Mit der App kann sich der User seinen individuellen Salon-Besuch über Favoriten zusammenstellen, evtl. korrigieren und abspeichern. Ändert sich einer seiner Favoriten in Zeit oder Ort, wird das der App mitgeteilt und der Eintrag verändert. Auch können von Seiten des Orga-Teams weitere Programmpunkte oder Signiertermine eingegeben werden. Die App wächst sozusagen mit und der User ist auf dem aktuellen Stand, in »Echtzeit« zum Geschehen auf dem Salon.

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Wie kam es zu einer Kooperation zwischen einer Hochschule in Flensburg und einem Comic-Festival in Bayern?
Die ursprüngliche Idee für die Programm-App entstand auf dem letzten Comic-Salon 2012. Ich habe bei uns im Studiengang für diese Idee geworben, und daraus kristallisierte sich dann die Projektgrup-pe heraus. Die ersten Gehversuche konnten wir mit einer für Smartphones optimierten Programm-Website für das Münchner Comicfestival 2013 machen. Der Kontakt mit dem Comic-Salon hat sich nach und nach entwickelt. Aber um es deutlich zu sagen, ohne die Unterstützung und Kontaktbrücke der Edition Alfons und CRON wären wir nie soweit gekommen! Wir haben unsere Ideen für die Festi-val-App Bodo Birk präsentiert, er fand sie gut, dies hat uns selbstverständlich motiviert und dann ging es richtig los.

Wer ist für die Umsetzung zuständig?
Geplant und umgesetzt haben die App StudentInnen des Studiengangs Medieninformatik der Fach-hochschule Flensburg. Die Projektleitung haben sich Tobias Hiep und ich mit den Studierenden Nadja Friess und Michael Maaß geteilt. Aufgrund unserer Zusammenarbeit mit dem Comic-Salon haben wir die Möglichkeit, uns auf dem Festival zu präsentieren und unsere Arbeit vorzustellen. Leider können durch die jetzt anstehenden Prüfungen nicht alle StudentInnen mit zum Salon kommen.

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Wer hat was gemacht?
Unsere Projektgruppe haben wir in einzelne Untergruppen gegliedert. Dabei haben wir mehrere Pro-jekte gleichzeitig entwickelt, die alle um den Comic-Salon kreisen. Das Herzstück davon war und ist aber die Festival-App. Die Gruppe, die sich um die Entwicklung der Festival-App kümmert(e), unterteilte sich in ein Design- und ein Programmierteam. Damit alle am selben Strang ziehen, haben wir uns u. a. durch regelmäßige Treffen abgeglichen. Wir haben, durch unsere Erfahrungen aus dem vorangegangenen Projekt, ein Orgateam mit StudentInnen und Dozenten gegründet, dass das Projektmanagement übernahm.

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Team des Comic-Salons im Einzelnen ab?
Meist über E-Mail oder Telefon – das klappt wunderbar. Einmal haben wir uns zu einem großen Ab-gleich in Hamburg getroffen und die weitere Richtung besprochen. Solche wunderbaren Treffen, gin-gen durch die Entfernung leider nicht häufiger. Schon allein deswegen freue ich mich darauf, dass der Comic-Salon bald beginnt.

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Welche Vorteile bietet die App gegenüber der bekannten Homepage des Salons?
Ich denke, der wichtigste Vorteil ist der persönliche Programmplaner »Mein Salon«, den sich jeder User erstellen kann. Dabei muss man weder ein Konto anlegen, noch andere persönliche Daten hin-terlassen. Wir verwenden für unsere App die Daten der Website, die direkt das Programm, Signier-stunden u. ä. betreffen. Wir konnten weitere Kombinationen der vorhandenen Datensätze erzeugen, die es so auf der Website nicht gibt, z. B. welcher Künstler signiert wann an welchem Stand. Gibt es weitere Signierstunden dieses Künstlers? Unser Fokus liegt ausschließlich auf dem Abbilden des Pro-gramms. Die Website hat da noch weitere Schwerpunkte. Diese Unterscheidung auszuloten hat in der Planungsphase viel Zeit in Anspruch genommen.

Für welche Endgeräte ist die App einsetzbar?
Die App ist für Smartphones und Tablets entwickelt, wobei unser Fokus für dieses Mal definitiv auf den Smartphones liegt.

Was passiert während des Salons?
Auf dem Salon können, wie schon erwähnt, Korrekturen des Programms in die App einfließen – ohne den bekannten Workflow zu verändern. Der User hat sie durch ein Update der App automatisch auf seinem Smartphone. Ich hoffe, dass viele Leute sich die App aus dem Store laden und sie verwenden. Auf das Feedback und konstruktive Kritik freuen wir uns schon.

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Ist die Idee noch ausbaufähig? Was habt ihr für die Zukunft vor?
Ja, auf jeden Fall. Dieses Mal ist die App als sogenannte Web-App gebaut. Unser nächstes Ziel ist es, eine native App für die jeweiligen Betriebssysteme zu entwickeln. Gleichzeitig gibt es noch inhaltliche Features, die wir integrieren möchten. Eines davon ist eine Hallennavigation, diese fehlt dieses Mal ganz – obwohl die Standangaben der Aussteller natürlich in der App vorhanden sind. Dann haben wir beim Rooting im Außenbereich auch weitere Pläne. Dieses Mal haben wir auf Bilder der Künstler und Logos der Aussteller verzichtet. Das möchten wir mit der nächsten App ändern. Deshalb werden wir auf dem Salon, wenn möglich, alle Künstler fotografieren. Dankenswerter Weise haben wir dafür vom Orga-Team des Salons einen Raum zur Verfügung gestellt bekommen, um dies zu realisieren. Ich hoffe, dass dieses Angebot rege in Anspruch genommen wird!
Während des Salons werden voraussichtlich virtuelle Ausstellungen generiert. Diese sollen dann nach dem Salon kostenfrei in den jeweiligen App-Stores angeboten werden. Aktuell planen wir das für die Ausstellung »30 Jahre REDDITION«, und wir sind auch mit der IO im Gespräch, ihre Ausstellung zu virtualisieren. Dies müssen wir aber in den kommenden Tagen noch endgültig abklären. Auch weitere Ausstellungen könnten virtualisiert werden, das wird sich während des Salon-Betriebes zeigen.

Die Fragen stellte Volker Hamann.

Screenshot montageDie Festival-App als kostenloser Download auf der Seite des Comic-Salons.

Die Festival-App als kostenloser Download im Google Play Store.

Die Festival-App als kostenloser Download im Apple iTunes Store.


Weiterführender Link:

Homepage des Festivals: Comic-Salon Erlangen